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Fleißige Handwerker  

HANDWERKERVORFÜHRUNGEN IM MUSEUMSDORF

Ab Mai bis Oktober können Sie täglich unseren Museumshandwerkern bei ihrer Arbeit zusehen. Im Wechsel sind von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr vor Ort: Töpferin, Korbstuhlflechterin, Bürstenmacher, Drechsler, Wagner, Korbmacher, Schmied und Schuhmacher. Samstags ist zudem das historische Getreidelagerhaus in Betrieb. Schauen Sie vorbei, es lohnt sich.


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DAS WAGNER-HANDWERK

Heute gilt das Wagnerhandwerk als ausgestorbener Beruf. Mit der Entwicklung des Automobils wurde das klassische Arbeitsfeld des Wagners mehr und mehr verdrängt.
Der Wagner stellte nicht nur Wagen und Karren her, sondern auch landwirtschaftliche Geräte aller Art, Pflüge, Eggen, Rechen, Heugabeln und Dreschflegel, Baum- und Stehleitern. In sein Angebot gehörten auch Hobelbänke, Weinkeltern und Schlitten. Ein Dorf ohne Produkte des Wagners war nicht denkbar.

Wagner im Museum

Der Wagner im Museum
In der Wagnerwerkstätte zeigen im wöchentlichen Wechsel Herr Pätzold und Herr Romig ihr Können. Besuchen Sie unseren Wagner im Wohnhaus mit Werkstätten aus Oberrot (5a), direkt neben der Schmiedewerkstatt. Die Schmiede- und die Wagnerwerkstatt lagen häufig dicht beieinander, da beide Handwerkszweige zusammen bzw. nacheinander an einem Werkstück arbeiten mussten.


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DAS DRECHSLER-HANDWERK

Das Herzstück einer Drechslerwerkstatt ist die Drehbank mit Spindel- und Reitstock, Auflage und Antrieb. Das jeweilige Werkstück, das in die Drehbank eingespannt wurde, konnte gesägt, gespalten, verleimt, gehobelt und gefeilt werden. Werkzeuge des Drechslers waren hierbei Meißel, Stähle, Ausdrehhaken und Bodeneisen. Mit diesen Hilfsmitteln stellte er auf seiner Drehbank alle nur erdenklichen Gegenstände her: aus Holz fertigte er Tisch- und Stuhlbeine, Kegel, Kugeln und Reifen, Schüsseln und Spazierstöcke; aus Horn Pfeifen und Kleiderknöpfe.
Drechsler ist auch heute noch ein Ausbildungsberuf.

Der Drechsler im Museum

Der Drechsler im Museum
Unserem Drechsler Herrn Dewitz können Sie regelmäßig im hinteren Bereich unserer Wagnerwerkstatt (5a) bei der Arbeit zusehen. Das ein oder andere gedrechselte Stück findet vielleicht in Ihnen einen neuen Besitzer.
Besuchen Sie auch die Hompage unseres Drechslers: www.holzkunst-sha.de


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DAS KORBMACHER-HANDWERK

In Körben wurden früher die unterschiedlichsten Dinge transportiert und aufbewahrt. Obst und Gemüse wurde in ihnen aus dem Garten geholt, Ferkel wurden in stabil geflochtenen Körben auf den Markt getragen. Auch Stubenwagen, Brotkörbe und Kraxen (spezielle Körbe für die Weinlese) hatte der Korbmacher in seinem Angebot. Seine Produkte waren aus dem täglichen Leben des Bauern nicht wegzudenken.
Die Korbmacherei zählte aber dennoch zu den wenig angesehenen Handwerksberufen.
Die Mechanisierung in der Landwirtschaft und das Aufkommen von Draht- und Plastikkörben machten der Korbmacherei nach dem Zweiten Weltkrieg so schwer zu schaffen, dass dieser alte Handwerksberuf kaum noch ausgeübt wird.

Der Korbmacher im Museum

Der Korbmacher im Museum
Regelmäßig führt unser Korbmacher Herr Rieth die Kunst des Körbe Flechtens im Haus Frank (3a) vor.


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DAS WEBER-HANDWERK

Die Weber verdienten mit ihrem Handwerk nicht gut, da dieses uralte Gewerbe neben den Webern auch von einem Großteil der Bauern selbst ausgeübt wurde. Vor allem zu Beginn des Winters bis in den Frühling hinein gehörte das typische Klopfen, das den Webvorgang begleitet, zur Geräuschkulisse eines jeden Dorfes.
Die Arbeit der Weber haben heute hochentwickelte Webmaschinen, die gleichzeitig mehrere Gewebebahnen herstellen, übernommen. Es finden sich aber auch noch einige Kunstweber, die weiterhin an Handwebstühlen arbeiten.

Weberin im Museum

Der Weber im Museum

Im Museum sind mehrere Webstühle ausgestellt. In regelmäßigen Vorführungen am Webstuhl des Wohn-Stall-Hauses aus Elzhausen (3a) können Sie entweder Frau Horter oder Frau Schmauß über die Schulter gucken.


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DAS WEIßNÄHER-HANDWERK

Noch vor einigen Jahren hatte die Aussteuer für jede Braut eine große Bedeutung. Ein wichtiger Bestandteil der Aussteuer war die Wäsche oder das Weißzeug. Es wurde von den Frauen des Hauses einschließlich der Braut hergestellt. Größere Bauern holten sich für diese Arbeit zusätzlich die Weißnäherin ins Haus. Die Weißnäherin half mit, Bettwäsche, Tischdecken, Handtücher, Topflappen, Kleinkinderwäsche und Leibwäsche der Braut zu nähen.

Textilien der Weißnäherin im Museum

Die Weißnäherin im Museum
Regelmäßig bei Aktionstagen trifft man im oberen Stockwerk des Handwerkerhauses Oberrot (5a) unsere Weißnäherin Frau De Ponte an. Ihre Produkte können Sie einfach nur bestaunen oder eventuell auch käuflich erwerben.


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DAS SCHUHMACHER-HANDWERK

Die Bezeichnung Schuster und Schuhmacher sind deutlich zu unterscheiden. Während ein Schuster Schuhe nur repariert und dafür in der Regel keine Lehre gemacht hat, stellt der Schuhmacher Schuhe her; er hat eine Ausbildung durchlaufen.
Im Zuge der Industrialisierung entstanden Maschinen (Nähmaschine, Lederwalze, Sohlenausstanzmaschine etc.), die bald eine Herstellung eines kompletten Schuhs ermöglichte. Die Produktion wurde schneller und damit preisgünstiger gegenüber der Ware des Schuhmachers.
Der Schuhmacher wurde immer mehr zum Schuster. Diese kombinierte Form hat sich zum Teil heute noch auf dem Land gehalten. In den Städten gibt es große Schuhgeschäfte und statt Schuster häufig einen Schnellservice für Schuhreparaturen und Schlüsseldienst. Den Schuhmacher finden wir heute nur noch als orthopädischen Schuhmacher.

Der Schuhmacher im Museum

Der Schuhmacher im Museum
Eine Schuhmacherwerkstatt, in der Ihnen regelmäßig entweder Herr Zollondz oder Herr Eberlein das Schuhmacherhandwerk vorführt, befindet sich im Obergeschoss des Wohnhauses mit Werkstätten aus Oberrot (5a/b). Das Werkzeug eines Schusters ist im Tagelöhnerhaus (6c) ausgestellt.
Besuchen Sie auch die Hompage unseres Schuhmachers Karl-Heinz Zollondz: www.hautnah.in.leder.special.ms



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DAS HAFNER-HANDWERK

Der Hafner zählt zu den ältesten Handwerkerberufen, die wir kennen. Sein wichtigstes Hilfsmittel ist die Töpferscheibe, auf der er Gebrauchs-, Zier- und Festtagsgeschirr anfertigt. Da sich die Hafner selten von ihrem Handwerk ernähren konnten, betrieben sie nebenher eine kleine Landwirtschaft. Sie hatten verschiedene Möglichkeiten ihre Waren zu verkaufen. So vertrieben sie sie in der direkten Nachbarschaft oder fuhren mit ihrem Karren über Land und boten ihre Töpfe an. Des Weiteren beschickten sie Jahrmärkte, Kolonialwarengeschäfte oder Krämerläden in den benachbarten Orten. Mit der Industrialisierung und dem Ausbau des Straßennetzes konnten billige Massenfabrikationen vertrieben werden, wodurch der Niedergang der Dorfhafner begann. Heute gibt es sie nicht mehr. An ihrer Stelle sind Töpfereien getreten, die die alten Formen und Bemalungen aufgenommen haben.

Töpferin im Museum


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DAS BÜRSTENBINDER-HANDWERK

Die Bürstenbinder stellten aus Schweine-, Pferde- und Kälberhaaren sowie aus verschiedenen Pflanzenfasern alle Arten von Bürsten und Besen her. So finden wir in ihrem Angebot Rosshaarbesen, Schrubber, Staubwedel, Schuhbürsten, Back- und Malerpinsel. Das Bürstenbinden war kein Ausbildungsberuf, und so wurde das Handwerk meist vom Vater oder Großvater gelehrt. Diese Handwerker waren sehr arme Menschen, bei deren Arbeit die ganze Familie half. Ein Raum musste als Werkstatt, Küche, Schlaf- und Wohnzimmer dienen. Da sie nicht genügend Absatz im eigenen Dorf erzielten, waren sie gezwungen, mit ihrer Ware hausieren zu gehen. Dies war nur zu den warmen Jahreszeiten möglich, so wurden die Bürsten während der Winterzeit in großen Mengen hergestellt.

Bürsten 

 

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Das Stuhlflechter-Handwerk


Die Verwendung von Geflechten für Möbel war im europäischen Raum bereits im Mittelalter bekannt. Damals verwendete man hierzu ausschließlich heimisches Material wie Weide oder Binsen. Der Gebrauch von Rattan als Stuhlflechtrohr, ursprünglich im ostasiatischen Raum beheimatet, tauchte erstmalig im 17. Jahrhundert in Europa auf.
Hierzulande wurde die Herstellung von Stuhlgeflechten meist von Korbflechtern ausgeführt, jedoch wurden auch ungelernte und ärmere Leute zu solchen Arbeiten angeleitet, für die der geringe Lohn dennoch einen überlebensnotwendigen Zuverdienst darstellte. Auch heute noch gehört die Fertigung von Stuhlgeflechten dem Korbflechterhandwerk an, wird jedoch hierzulande immer seltener ausgeführt.
Jeden Mittwochnachmittag ist die Stuhlflechterin Sabine Bayer vor Ort (im Obergeschoss des Wohnhauses mit Werkstätten aus Oberrot (5a/b) ), um ihre Arbeit vorzuführen und die verschiedenen Flechtweisen zu demonstrieren. Unterschiedliche Geflechtarten können im dortigen Ausstellungsraum besichtigt werden.

Stuhlflechterin

Das Neueste aus Wackershofen:


Museumssaison 2010
21. März bis 7. November
März bis April - Dienstag bis Sonntag von 10-17 Uhr; Oktober bis November jeden Tag von 9-18 Uhr

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Schenken Sie ihrer Familie oder ihren Freunden eine "Jahreskarte 2010". Weitere Informationen finden Sie HIER!

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"Kalender 2010"

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Sonderausstellungen

Ausstellung Dorf unterm Hakenkreuz

"Mitläufer, Funktionäre, Verfolgte - Dorf unterm Hakenkreuz" und "Eugenik und Euthanasie: Rassenpolitik in Stadt und Dorf"
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"Alt werden - Alt sein"
Weitere Informationen finden Sie HIER und HIER
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Gasthaus "Zum roten Ochsen"

Ein Besuch im Gasthaus "Zum roten Ochsen" lohnt sich. Hinter historischen Mauern können Sie in einmaliger Atmosphäre im Freilandmuseum Essen und Genießen. Wo gibt es noch ein solches Dorfwirtshaus mit urigen Bänken, Tischen und Stühlen?  Weitere Information finden Sie HIER


Auskunft und Anmeldung unter:
Tel.: 0791/97 101-0
Fax: 0791/97 101-40
Email: info@wackershofen.de